Die Lippmann+Rau-Stiftung.

Schon jetzt stehen die Lippmann+Rau-Stiftung und das Lippmann+Rau Musikarchiv für Jazz und populäre Musik als weltweit geachtete „Marke“ für grenzüberschreitende Musik- und Zeitgeschichtsforschung. Vor allem die Geschichte der Anfang der 60er Jahre gegründeten Konzertagentur Lippmann+Rau und deren Nach- und Nebenwirkungen gilt es in ihrer Bedeutung auf die Entwicklungen der Nachkriegsmusik und hinsichtlich einer neuen Generation von Rockmusikern als Keimzelle zu erforschen.

 

Eisenach ist die Geburtsstadt von Horst Lippmann (1927–1997). Gemeinsam mit seinen Partnern Fritz Rau und Günther Kieser schrieb Horst Lippmann über Jahrzehnte hinweg ein aus heutiger Sicht bedeutsames Kapitel europäischer und amerikanischer populärer Musik. Jazz, Blues, Folk, Rock, Lied und Chanson erhielten ein interaktives Podium und damit eine unüberhörbare Stimme.

 

Gesichert werden diese (Klang-) Spuren in dem Industriedenkmal Alte Mälzerei, am Fuß der von Musiklegenden umwucherten Wartburg und einen Steinwurf entfernt vom Geburtshaus des genialen Komponisten Johann Sebastian Bach, dem das Kirchenlied Martin Luthers ein steter Kompass war.

 

Die benachbarten Universitäten in Weimar (Hochschule für Musik „Franz Liszt“; Bauhaus Universität) und Jena (Friedrich-Schiller-Universität; Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena) sind dabei kooperative Partner.

Der Bestand des Lippmann+Rau-Musikarchiv umfasst mittlerweile mehr als 100.000 Tonträger und Filme, mehr als 60.000 Bücher und Musikzeitschriften, etwa 60.000 Fotografien, Programmhefte und Konzertplakate sowie Musikinstrumente, Rundfunkmanuskripte und Briefe.

 

Die Sammlungen werden nach der „Philosophie der Sammlungsgeschlossenheit“ präsentiert, so dass die (Lebens-) Geschichten hinter den Sammlungen dokumentiert und damit die SammlerInnen gewürdigt werden. Bedeutende Sammlungen wie z.B. die von Günter Boas, Horst Lippmann, Fritz Rau, Günther Kieser, Hazy Osterwald, Fritz Marschall, Kurt Müller & Benny Goodman, Heinz G. Murawski, Trevor Richards, Siegfried Schmidt-Joos, Dr. Peter Wende oder Stephanie Wiesand fanden und finden deshalb den Weg nach Eisenach.